BGF - Gefährdungsbeurteilung psych. Belastungen (ArbSchG §5)

Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer Belastung

Das Thema Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist ein viel diskutiertes Thema im Bereich von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zur Gefährdungsbeurteilung gehört ab sofort nach Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG § 5 Abs. 3 Nr. 6) auch die Erfassung der psychischen Belastungen. Wie man das aber macht – darüber besteht oft noch Unsicherheit. Grundsätzlich gilt für die psychischen Belastungen vieles, das auch für andere Gefährdungsfaktoren gilt. Da es aber keine Geräte zur Erfassung und keine Grenzwerte gibt, muss man die psychischen Gefährdungen anders erfassen als sonstige Gefährdungen. Dieser Workshop will einen Leitfaden bieten und praxisnahe Tipps geben, wie Sie eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen in Ihrem Unternehmen planen und durchführen können und was Sie dabei beachten sollten.

Der grundsätzliche Ablauf bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist wie bei anderen Gefährdungsarten auch. Es gibt aber (noch) keine verbindlichen Vorschriften, WIE man sie durchführt, sondern nur, DASS man sie durchführt. Es fehlen allgemein anerkannte Standards, wie es z. B. bei der manuellen Handhabung von Lasten mit der Leitmerkmalmethode. Letztlich gibt es bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen viele Wege, die zum Ziel führen, darunter unterschiedliche Erhebungsverfahren und unterschiedliche Vorgehensweisen.

Generell werden bei einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen unterschiedliche Aspekte der Arbeit betrachtet, die sich den folgenden vier Bereichen zuordnen lassen:

  1. Arbeitsorganisation
  2. Arbeitsinhalt
  3. Arbeitsmittel und -umgebung
  4. Soziale Beziehungen
  • Im Workshop werden alle vorgestellt und Fragen dazu beantwortet.

Bei den Verfahren zur Beurteilung psychischer Belastungen werden drei Analysetiefen unterschieden:

  1. Orientierende Verfahren
  2. Screening-Verfahren
  3. Experten-Verfahren
  • Im Workshop werden alle vorgestellt und Fragen dazu beantwortet.

Weitere Stichworte aus dem Workshop:

  • Wie findet man für sich passende Verfahren?
  • Gibt es branchenspezifische Verfahren?
  • Wie detailliert messen?
  • Was muss man bei der Datenerhebung beachten?
  • Welche wissenschaftlichen und gesetzgeberischen Kriterien sollten erfüllt sein?
  • Wer sollte ge-/befragt werden?
  • Was sollte gemessen werden?
  • Welche Kosten können anfallen?
2 Tage

Arbeitsschutzausschuss, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Unternehmensleitung, Führungskräfte, Personal -/Betriebsräte, Sicherheitsbeauftragte, Personalabteilung.

GUV - Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen, ArbSchG, BildschArbV, GDA-Leitlinie, DIN EN ISO 10075, Arbeitsschutzausschuss, Arbeitssicherheit